Hat das Haus am Dom Zukunft?
Das neue Programmheft vom katholischen
Bildungszentrum „Haus am Dom“ in Frankfurt ist kürzlich erschienen.
„Zukunft“ heißt das Halbjahresthema.
Beim
Durchblättern des Veranstaltungsheftes bekommt man den Eindruck:
Das
Haus am Dom hat die Zukunft fest im Griff, das Programm für den Zukunftsverlauf
ist geschrieben.
Es
gilt nun, dieses Zukunftsprogramm akademisch-professoral zu kommentieren.
Das
machen die Professoren und Doktoren der „Katholischen Akademie Rabanus Maurus“
einerseits selbst, andererseits lassen sie eine halbe Hundertschaft von auswärtigen
Professoren und Doktoren auffahren, die die programmierte Zukunft erklären und
verklären sollen.
Das zentrale Thema eines kirchlich-katholischen
Bildungshauses in diesem Zusammenhang ist sicherlich die Frage:
„Was ist Zeit?“ – Aufklärung darüber tut not!
Zu
diesem Thementag am 21. 4. 2012 diskutieren:
Prof.
Dr. Hubertus Busche
Prof. Dr. Anton Friedr. Koch
Prof. Dr. Klaus Mainzer
Prof. Dr. Joachim Westerbarkey.
„Thematisiert
wird die „Zeit“ als eine philosophische Grundkategorie, philosophisch
physikalische Größe, als reine Konstruktion und als Bedingung der Möglichkeit
menschlichen Erfahrens.“
Nach Klärung und Aufklärung über diese zeitlose
Zeitfrage fragt sich der über seine Kirche besorgte Katholik:
Aber wie sieht es mit der Zeit und Zukunft von Theologie und
Kirche aus?
Auch
dazu können die Zukunftsmacher im Haus am Dom ein professorales Quartett von
theologischen Zukunftsblicker präsentieren, die über Gottes Prädestination von
Welt und Menschen geforscht haben:
‚Von
der Augustinischen Transformation des biblischen Prädestinationsglaubens bis
zur Lutherischen Radikalisierung’:
„Die Erwählung Gottes für den Menschen schließt eine freie Willensentscheidung
des Menschen aus!“
Die
These vom Fehlen jeglicher Willensfreiheit wird an diesem Thementag rein
denkerisch-deduktiv von Theo-Philosophen entwickelt.
Sicherlich wird beim nächsten Mal Prof. Wolf Singer eingeladen, der die
Verneinung menschlicher Willensfreiheit empirisch-hirnphysiologisch erklären
kann.
Wenn ein Katholik trotz dieser dekonstruierten
Willensfreiheit noch gewillt ist, seiner Kirche und dem Glauben nachzuspüren,
dem empfehlen die denkmächtigen Domhaus- Herren die Medizin der christlichen
Mystik:
Vortrag und Texte zu Mystik sowie „meditatives Sitzen und
Gehen“.
Als
Orientierungsmystiker werden Person und Texte vorgestellt von:
- dem mit kirchlichem Lehr- und Publikationsverbot
belegten Jesuiten PierreTeilhard de Chardin,
- dem umstrittenen „Befreiungstheologen“ Gustavo Gutiérrez,
- der antikirchlichen Protestantin Dorothee Sölle sowie
- Mutter Teresa.
Programm-Leckerbissen
Gleich
zu Anfang setzt sich das Veranstaltungsprogramm selbst ein besonderes
Glanzlicht auf:
Lange erwartet, vielfach angefragt und endlich zugesagt hat der hessische
Kultusminister a. D., Hartmut Holzapfel, mit der visionären Veranstaltung:
„Entenhausen ist keine Utopie! Donaldistische Überlegungen zu Ort, Zeit, und
Visionen“. U. a. wird der Referent die Frage klären: „Gibt es Visionen eines besseren
Entenhausens?“
Resümee des Rezensenten:
Solange das deutsche Kirchensteuersystem den
deutschen Bistümern die Mengen an Kirchensteuergelder in die Kassen spült, können
sie sich solche akademische Häuser zur Glaubensverbildung leisten, die zwar örtlich
in der Nähe des Doms stehen, aber in Theologie und Glauben sich meilenweit von
der Kirche entfernt haben und sich von dort mit betont kirchenfernen und
kirchenfeindlichen sowie säkularen
Positionen und Professoren gegen Glauben und Kirche wenden.
Karl-Heinz
Klein
NB:
Wir empfehlen die Unterschrift unter die Petition:
http://www.kirche-ohne-kirchensteuer.de/
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