An die
Redaktion
des SONNTAGS
In
dem Bericht über die Wanderausstellung „mensch bibel“ wird betont, dass die
Ausstellungstafeln Menschen der Bibel beschreiben, „die keine idealisierte
Heilige sind“,. Aber warum werden die Menschen der Bibel gegen die Heiligen der
Kirche ausgespielt? In einer Presseerklärung zur Ausstellung wird sogar damit
geworben, dass hier „Menschen mit ihren Schwächen“ gezeigt würden und „keine
Heilige“. Sollen uns die Schwächen und Unvollkommenheiten der biblischen
Menschen Vorbild sein? Im Sonntagsevangelium lesen wir etwas anderes: „Ihr
sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist“ (Mt 5,40),
ebenso in der Lesung: „Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig“
(Lev 19,2). Für Christen gilt also, die Heiligkeit und Vollkommenheit Gottes anzustreben,
wie es die Heiligen der Kirche vor uns getan haben. Sie sollten unsere
Vorbilder sein. Unser Hl. Vater stellt bei jeder Generalaudienz einen Heiligen
der Kirche vor, an dem die Christen sich orientieren können. Am 23. Februar
sprach er über den Heiligen Robert Bellarmin, von dem man dies lernen sollte:
„den inneren Kontakt mit Gott, mit Christus zu halten und so von ihm langsam
geformt und erleuchtet zu werden.“